KARL PLAGGE

KARL PLAGGE war eine Auftragsarbeit zur Erinnerung an den ehemaligen Schüler des Ludwig-Georgs-Gymnasiums, Karl Plagge (https://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Plagge) aus Darmstadt, nachdem er in Yad Vashem als einer der Gerechten unter den Völkern geehrt worden war.

Meine Idee war, Karl Plagges Bildnis wie eine "Überwachungskamera" an einem Pfosten der Pausenhalle des LGG, auf einer auskragenden Konsole zu platzieren. So dass er von dort aus alle im Blick haben würde, so wie er auch die Menschen, die als Zwangsarbeiter für die Wehrmacht in dem Kfz-Ausbesserungswerk arbeiten mussten, das er als Major leitete im Blick hatte, vor der SS schützte und großen Teils vor dem Tod durch die Verbrecher rettet.

Der Denkmalschutz stimmte dem Konzept zu. Leider verlangte die Schule eine tote, matte Portraitbüste, was ich eigentlich nicht hätte mitmachen sollen. Deshalb erstellte ich eine Dublette der Arbeit und polierte diese so, wie es meiner Meinung nach sein muss um das Portrait Karl Plagges lebendig wirken zu lassen.

Aus technischen Gründen machte ich keine weit auskragende, dünnwandige Gipsschale, von der ich befürchten musste, dass sie mir unter der Bearbeitung immer wieder zerbrechen würde, sondern machte Model zur Herstellung der Sandformen, in denen das Werk gegossen werden sollte. Es gab also nie ein Positiv der Skulptur, sondern nur Negative der Sandformteile, in denen es gegossen wurde. Es hat funktioniert.

Format  
Länge: ca. 60 cm
Breite: ca. 40 cm
Höhe: ca. 30 cm
Gewicht: ca. 20 kg
   
Entstehung: Juli 2005
Material: Aluminiumguss mattiert oder poliert
Gießerei: Glassl Metallguss, Michelstadt im Odenwald

 

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