SCHILDKRÖTENSCHÄDEL

SCHILDKRÖTENSCHÄDEL ist der Titel der bislang letzten Layersculpture.

Der "Formatlayer" - der Layer des Fotoformates - ist hier ein weißes, liegendes Rechteck. Er gibt als Fehlstelle die Außenkontur des fotografierten Objektes an, des Schildkrötenschädels. In dem Loch, dieser Fehlstelle, befindet sich der "Schattenlayer". Dieser gibt den Schattenwurf des Objektes, hier des Schildkrötenschädels, an. Davor und durch "Schattenstrahlen" mit dem Schattenlayer verbunden, liegt vor und außerhalb der eigentlichen Ebene der Layersculpture, das Schatten werfende Objekt, der Schildkrötenschädel. Nach Maßgabe des Schlaglichtes, mit dem sein Schattenwurf erzeugt wurde, ist dieser Schädel entweder glatt und blank, da wo er beleuchtet war, oder von langen "Schattenstrahlen "bewachsen", wo er im Schatten lag.

Der Schildkrötenschädel ist ein System aus sphärisch gekrümmten Wänden und Höhlen, die durch Ausbrüche zum Umraum hin geöffnet sind. Genau so habe ich den korrespondierenden Schattenwurf des Knochens gestaltet. Auf der Rückseite der Schattenwolke habe ich die Nähte, an denen ich sie geöffnet habe um sie aus zu höhlen durch massive Stehfalze markiert, wie bei einem Gehäuse, das man auf den Linien dieser Stehfalze auseinander schrauben kann. Auf dieser Rückseite der Schattenwolke fehlen dafür die Kerben, die man auf der Vorderseite, vom Schädel aus sieht und welche die "Schattenstrahlen" darstellen. In Verlängerung der dreidimensionalen Strahlen, welche am Knochen "angewachsen" sind und in Richtung der Schattenwolke zeigen.

Format:  
Länge: ca. 55 cm
Breite: ca. 70 cm
Höhe: ca. 60 cm
   
Entstehung: Oktober - Dezember 2013
Material: Aluminiumguss, teilweise poliert und farbig gefasst
Gießerei: Glassl Metallguss, Michelstadt im Odenwald

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