FRIENDLY-FIRE die HAND

FRIENDLY-FIRE die HAND ist das dritte von insgesamt vier Objekten, Skulpturen nach ge- und versprengten, männlichen Körperteilen.

Grundlage der Skulptur waren Fotos, die ich von meiner eigenen Hand aufgenommen habe.

Die Haltung der Hand stand von Anfang an fest, ihre endgültige Position im Raum und auf dem Boden (Schattenplatte) habe ich erst sehr spät gefunden.

Der Handrücken ist komplett aufgebrochen und das Innenleben der Hand: Muskeln, Fett, Knochen und Bänder ist bis auf wenige, strukturelle Reste weg. Zum Handteller hin sind Hautpartien, dazu gehören auch die Oberseiten der Finger zwar teilweise abgelöst, aber noch vorhanden. Hier ist die Epidermis verloren und die Haut darunter nässt und blutet. Das ist durch die Perforation der Flächen dargestellt. Die Hand ist mehr odfer weniger auf einen "Handschuh aus Haut" reduziert und dieser im Moment seines Zusammensackens auf dem Boden von einer sehr schnellen Kamera im Bild fest gehalten worden.

Eine Skulptur also, die eine Dreidimensionalisierung eines fiktiven Fotos ist, wie es von Kriegsfotografen bekannt ist, auf deren Fotos das ganze Bild vom Krieg beruht, das wir uns mehrheitlich haben machen können.

Format:  
Länge: ca. 100 cm
Breite: ca. 57 cm
Höhe: ca. 75 cm
   
Entstehung: November 2016 - Februar 2017
Material: Aluminiumguss, teilweise gefasst und poliert
Gießerei: Glassl Metallguss, Michelstadt im Odenwald

 

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