Lebenslauf

Nach dem Abitur 1982 mit Abschluss als Chemisch-Technischer Assistent vor der Industrie und Handelskammer des Kreis Bergstraße an der Odenwaldschule studierte Roese von 1984 bis 1989 das Fach Bildhauerei bei Prof. Hiromi Akiyama an der staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe.

Von 2001 bis 2003 dann ein weiterführendes Studium der Kunstgeschichte, klassische Archäologie, christliche Archäologie und byzantinische Kunstgeschichte an der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz.

Das erste Atelier bestand im ehemaligen Bahnhof von Friedrichstal (Stutensee) bei Karlsruhe. Dort entstanden großformatige Skulpturen aus verschweißten Aluminiumblechen, von denen wegen ihrer teilweise enormen Ausmaße und Gewicht keine erhalten sind. Diese Arbeiten besitzen noch eine formale Nähe zur strengen Formensprache Akiyamas, es liegt ihnen aber bereits ein gegenständliches Konzept zu Grunde.

Nach seiner Übersiedelung nach Darmstadt erhielt er von 1989 bis 2009 ein Atelier in einem ehemaligen Baracken-Klassenraum an der Georg-Büchner-Schule. Roese schuf hier überwiegend Stahl- und Betongussskulpturen. Auch sie waren streng in der Formensprache und berichteten mit klaren Flächen und präzisen Linien von zukünftigen Überbleibseln unserer heutigen Zivilisation.

Nach 2004 hat Roese seine bildhauerische Arbeit in Form der von ihm so genannten "LAYERSCULPTURE" völlig neu erfunden. Hier werden nicht mehr die Gegenstände selbst gezeigt, sondern es werden skulptural ausgeformte Rekonstruktionshinweise - größtenteils als Negative der weggelassenen Objekte - gegeben. In diesen Skulpturen entstehen die Objekte erst wieder in der Imagination des Betrachters.

Foto des Bildhauers bei der Arbeit

Von 2009 bis 2015 arbeitete Roese im Atelierhaus der Stadt Darmstadt. Seit Mitte Februar 2016 arbeitet er in einem eigenen, größeren Atelier auf dem ehemaligen SCHENCK-Gelände in Darmstadt. (Link zur Wegbeschreibung) In diesem Arbeitsraum finden mehrmals im Jahr öffentliche Veranstaltungen statt, bei denen der Künstler den Kontakt und den Austausch mit der Öffentlichkeit sucht. Schulklassen sind eingeladen, über ihre Kunst- und oder Geschichtslehrer Besuchstermine zu vereinbaren.