GUSTAV DORÉ

GUSTAV DORÉ, eine Homage an meinen "Hausgott", den Meister aller Schatten. Den Meister natürlich auch des Lichtes, mehr noch als der Farbe, wie ich finde, des Schwarz/weiß. Diese Kombination aus Licht und Schatten, schwarz und weiß, womit ich ihn vor allem identifiziere, hat für mich sehr viel Ähnlichkeit mit der Fotografie. Ich finde, Doré "fotografiert" was man zwar nicht sieht, was aber existiert und unser Leben - zumal das Seelenleben - beherrscht.

Außerdem gefallen mir seine Schattendarstellungen in grafischen Strukturen ausnehmend gut. Ich finde, seine Schraffuren sehen aus wie räumliche Gewebestrukturen aus Linien. Plastisch fast fast wie Baustahlgewebe, Armierungen für Stahlbeton.

Entsprechend habe ich Dorés Büste als einen Objektrest gemacht, von dem alles weg gelassen ist, was im Schatten lag. Außerdem wirft dieser Rest selbst mehrere Schatten, welche sich als Flächen auf dem Boden abzeichnen. Dazu kommt ein Schattenwurf der Gesichtsschale auf dem Büsten-Sockel - einer in sich verschobenen, attischen Basis in gründerzeitlicher Manier - welcher als negativ eingekerbte Schraffur erscheint und sich vor der attischen Basis umgekehrt, positiv als "Schattenstrahlen" fortzsetzt.

Format:  
Länge: ca. 45 cm
Breite: ca. 45 cm
Höhe: ca. 60 cm
Gewicht: 30 kg
   
Entstehung: Februar - März 2013
Material: Aluminiumguss, teilweise poliert und gefasst
Gießerei: Glassl Metallguss, Michelstadt im Odenwald

 

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