KAIN&ABEL-Helm

KAIN&ABEL-Helm ist die dritte einer Reihe von Helmskulpturen und der erste Helm der Reihe. Dieser Helm ist noch das Schädeldach, welches das Gehirn beschirmt.

Durchschlagen wird es von einer Hälfte eines Rinderunterkiefers.

Von diesem Knochen nehme ich an, dass er DIE Waffe der urzeitlichen Jäger und Sammler war. Er stand überall zur Verfügung, da in allen Landschaften Rinder lebten. Er ist nachbearbeitungsfrei zu benutzen. Er ist sehr leichtgewichtig aber dabei extrem stabil. Im vorderen Bereich ist er nicht gezahnt, so dass man ihn sehr gut greifen kann. Die vorhandenen Backenzähne in Form einer Reihe spitzer Zacken sorgen dafür, dass der Knochen nicht aus dem Gürtel herausrutscht. Die hintere, untere Kante des Kiefernbackens, an der die Kaumuskeln angewachsen sind, ist sehr hart. Diese Kante durchschlägt das Schädeldach auf Anhieb und dringt in das Gehirn ein. Ein richtig ausgeführter Schlag mit diesem Knochen auf einen menschlichen Schädel ist tödlich.

Das KAINSMAL, mit dem Gott Kain stigmatisiert haben soll, wird als weit ausgezogener Haken dargestellt, in dessen Winkel hinten eine Folge kurzer, stehender Striche angegeben ist - eine Abstraktion des gezahnten Rinderunterkiefers.

In meiner Skulptur sieht man einen Rinderunterkiefer, der einem Menschen von schräg hinten rechts in das Schädeldach geschlagen wurde. Das Schädeldach ist als "Helm" mit zwei Bohrungen am unteren Rand für einen Kinnriemen ausgeführt.

Format:  
Länge: ca. 60 cm
Breite: ca. 35 cm
Höhe: ca. 23 cm
Gewicht: ca. 9,6 kg
   
Entstehung: September 2017
Material: Aluminiumguss, teilweise gefasst
Gießerei: Glassl Metallguss, Michelstadt im Odenwald

 

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